Zehn Jahre lang habe ich meinen Jahresrückblick auf Englisch geschrieben. Zeit für etwas Neues. Heute nehme ich mir vor, die nächsten zehn Jahresrückblicke auf Deutsch zu schreiben. Danach…werden wir sehen, wo ich dann stehe.
Ich bleibe meinem komischen System treu und gehe nach den Buchstaben des Alphabets. Nicht chronologisch, nicht groß überlegend sondern einfach das, was spontan erzählt werden möchte. Am Ende bin ich immer wieder erstaunt, wie gut diese 26 Buchstaben mein Jahr zusammenfassen. Los gehts:

Achtsam Morden — Ich fange an mit dem vermutlich prägendsten Moment meines letzten Jahres: mit der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch, den 27. August, in der ich gegen 4 Uhr nachts die Entscheidung traf, in die Notaufnahme zu gehen. Ich habe niemanden geweckt. Ich wusste nur: So kann es nicht weiter gehen. Irgendetwas muss ich tun. Und dann bin ich in der Dunkelheit losgelaufen. Erst zum EVK, und die schickten mich dann ins Marien-Krankenhaus. Schmerzmittel, Untersuchungen, MRT, EKG, frag mich nicht mehr nach den Details, denn es ist alles etwas verschommen. Auf jeden Fall habe ich mich kurz vor acht wieder selbst entlassen und mich beim Arzt für drei Tage krankschreiben lassen. Unterwegs habe ich noch frische Brötchen geholt. Ich kam nun mal am Bäcker vorbei…Zu Hause habe ich mich ins Bett gelegt und als wäre einen Schalter umgelegt, konnte ich endlich friedlich schlafen. Die nächsten Tage verbrachte ich abwechselnd in der Hängematte, im Bett und dann doch immer wieder kurz am Rechner. An dem Freitag war nämlich Abgabetermin meines TÜV KI-Strategieberater-Zertifizierungspapier.
Und jetzt kommt endlich das A von Achtsam Morden ins Spiel. Dieses Hörbuch hat mich durch diese Tage hindurchgetragen. Es war die entspannte Stimme, die herrlich skurrile Geschichte, und sicherlich auch die völlige Annahme der Situation und die Achtsamkeit mir selbst gegenüber. Diese drei Tage kennzeichnen das Ende von einer Phase, die gefüllt unendlich viel länger schien, als sie dann wirklich war. Während ich es jetzt so aufschreibe, waren es im Prinzip “nur” 10 Tage zwischen den 16. August und dieser Nacht. Du willst den Auslöser wissen 🙂 Dann ab zum Buchstabe G oder einfach weiterlesen und alles wird am Ende schon seinen Sinn haben. Auf jeden Fall habe ich das Hörbuch “Achtsam Morden” gleich mit 5 Sterne bewertet. Und falls ich je wieder in einer solchen Lage landen sollte, werde ich früher danach greifen.
Die besten Ärzte der Welt sind: Dr. Sport, Dr. Ruhe und Dr. Fröhlichkeit. Und Bücher!

Blumenfeld — Dreimal am Tag ist bei uns Spazieren angesagt. Und zwar mit Hazel, unserer treuen Begleiterin seit fast schon wieder fünf Jahren. Die meisten dieser Runden mache ich selbst und das tue ich wirklich sehr gerne. Dieses Jahr waren auf dem Feld an unserem beliebten Feldweg entlang endlos viele Blumen gepflanzt worden: zum Selbstbedienen, mit einem kleinen Kästchen für Münzen oder auch Scheine, je nachdem, wie sehr man die Blumen geliebt hat. Und das habe ich! Ich habe mich wirklich sehr gefreut auf die Blumenphasen; von Tulpen im Frühling, zu Gladiolen und Dahlien im Hochsommer, zu Sonnenblumen im Spätsommer. Jede einzelne eine Freude fürs Herz.
Blumen sind das Lächeln der Erde.

Café Almondie —Unsere Tochter flog Ende November 2024 nach Bangkok. Geplant waren vier Monate Reisen durch Asien. Am Ende wurde ein halbes Jahr daraus. In der Nacht meines Geburtstages flog sie heim, und beim Frühstück im Café Almondie erzählte sie mir von all den Orten, die sie bereist hatte, und all den Menschen, die sie kennengelernt hatte. Und ich war froh und dankbar für diese großartige Erfahrung, die immer ein Teil von ihr sein wird. Auch ich bin mit neunzehn auf eine weite, mehrjährige Reise gegangen, und sie prägt mich bis heute.
Zögere nie, weit fortzugehen, hinter alle Meere, alle Grenzen, alle Länder, allen Glaubens. — Amin Maalouf

Die Prophetin Sisu —Mein zweites Buch ist fertig! Und zwar wiederum in drei Sprachen. Über ein Jahr schrieb ich an einem Buch, das am Ende weniger als 10.000 Wörter enthält. Es ist pure Essenz. Es enthält Gespräche über die Liebe, Verlust und Urvertrauen. Es ist mir sehr ans Herz gewachsen. Es gibt ein dreiseitiges Exposé, und ich wollte mich wirklich auf die Suche begeben nach einem Agenten und somit nach einem Verlag. Aber ich merke, dass ich viel lieber schreibe, als Anschreiben zu verfassen. Daher habe ich mich nun endlich fürs Self-Publishing entschieden. Das Ziel ist, bis zu meinem nächsten Geburtstag beide Bücher in den Handel zu bringen. Vermutlich über BOD (Book on Demand) und Amazon. Mittlerweile schreibe ich an drei weiteren Büchern, und auch wenn ich keinerlei Druck spüre, bin ich mir gewiss: Es werden noch viele weitere Bücher kommen.
Ich brauche keinen Wecker. Meine Ideen wecken mich auf. — Ray Bradbury

Euthanasie— Ein Wort, das aus dem Alt-Griechischen stammt und “Sterbehilfe” bedeutet. In Deutschland wurde es leider während des Holocaust brutal zweckentfremdet. Als Holländerin verbinde ich diese Wort dennoch mit Selbstbestimmung. Es will wohlüberlegt sein, wie alles was derart unumkehrbar ist. Mein Tante Annie fand zum Glück einen Arzt, der sie begleitete. Einen Tag bevor sie starb, sprachen wir noch kurz per Videochat. Sie war froh und munter und mehr als bereit zu gehen. Sie versprach mir, Bescheid zu geben, wie es dort drüben ist, wenn es ihr möglich sein sollte. Wir lachten um ihr Versprechen, wohl wissend, dass jeder es erst wissen wird, wenn es dann auch für ihn so weit ist. Es kommt noch etwas nach diesem Leben, keine Ahnung was. Aber das was ich weiß, würde ich keinen Glauben nennen, sondern ein tiefes Wissen, das irgendwo herstammt. Und die Tatsache, dass ich nicht weiß woher, tut für mich daran überhaupt keinen Abbruch. Auch Wendy, tapfere, mutige Wendy, wollte selbstbestimmt Abschied nehmen. Leider fand sie keinen Arzt, der bereit war, diesen Weg mit ihr zu gehen. Auch in Holland gibt es Bürokratie und Hürden, über die man sich nur wundern kann. Aber auch sie fand ihren Weg ins Jenseits. Sie hat ihre letzten Monaten, ganz offen auf Social Media geteilt und damit vielen Menschen inspiriert und den Tod ein wenig seinen Schrecken genommen. Ich glaube, das ist wichtig, denn er gehört zum Leben, ob wir das nun wollen oder nicht.
… ich glaube, daß wann der Tod unsre Augen schließt, wir in einem Licht stehn, von welchem unser Sonnenlicht nur der Schatten ist. — Arthur Schopenhauer

Feiern — Auch das taten wir ausgiebig in 2025. Wir feierten Geburtstage von Freunden, die Studio-54-Feier meines Schwagers in Utrecht war der Hammer. Die Sommer-Hochzeit von Jascha und Sarah war wunderschön. Der Glühweinumtrunk im Wendehammer brachte wieder ganz erfolgreich 1.000 zusammen für den guten Zweck. Und auch Weiberfastnacht, die Stunksitzung und die legendäre WIRmachenDRUCK Sommerfeier waren absolut mega. Unser größtes Highlight des Jahres war unsere eigene 50+50 Party in der Groove Bar, wo wir mit endlos vielen Freunden, Kollegen, Nachbarn gebührend das Leben gefeiert haben. Auch meine liebe Freundin Corinne aus der Schweiz war da. Wir sehen uns viel zu selten, und hatten auch am Tag danach eine wunderschöne Zeit zum Reconnecten. Es gibt nichts, was so gut tut als eine Umarmung, um langen Verbindungen wieder neues Leben einzuhauchen.
Ein Leben ohne Feste ist wie eine lange Wanderung ohne Einkehr. — Demokrit

Gesichtsschmuck / Gellack / Germany’s Next Speaker Star — Schon in 2024 hatte ich mich bei Germany’s Next Speaker Star beworben und dabei so wahnsinnig viele tolle neue Menschen kennengelernt, dass ich auch in 2025 dabei sein wollte. Das Motto “Gemeinsam Wachsen und Gutes Tun” passt zu allem, woran ich glaube. Ich hatte dieses Jahr überhaupt nicht vor, weiterzukommen. Ich wollte einfach nur Teil davon sein. Ich habe während der ersten Votingphase auch nicht um Stimmen geworben, sondern stattdessen alle >500 Kandidaten-Videos angeschaut. Auf YouTube habe ich knapp 100 Videos gepostet, mit meinen Favoriten. Als dann der Call kam, wer in der Top 20 war, war ich beschäftigt mit dem Abgleichen meiner Favoritenlisten mit denen der Jury. Bis mir klar wurde, dass ich selbst in die Top 20 gelandet war. Ach du heilige Scheiße.
Gefreut habe ich mich dann, und mir vieeel zu vieeel gedanken gemacht, was ich dort anziehen würde. Mit dem Ergebnis war ich schlussendlich sehr zufrieden. Es war voll und ganz ich, und ich habe es gefeiert. Ich war vor meinem Auftritt auch eigentlich nicht mal nervös. Es sollte einfach kommen, wie es kommen soll. Das Wort “eigentlich” ist hier jedoch passend. Denn was ich nicht habe kommen sehen, ist der Moment, nachdem ich die Bühne nach meinem Zwei-Minuten Auftritt wieder verließ. Ich hatte einen Durst, den ich zuvor wohl noch nie erlebt habe. Mein ganzer Körper war, ja, wie soll ich das beschreiben. Wenn man mir in diesem Moment einen Bären gegenüber gestellt hätte oder mich in eine Galdiatorenarena geschickt hätte: Ich glaube, ich hätte gesiegt. Ha, ha, ich kann jetzt wirklich drüber lachen. Aber krass war es. Kein rasendes Herz übrigens. Auch kein Magendruck oder so was. Aber jede Faser meines Körpers war auf Hochspannung. Und das sollte in den nächsten zehn Tage so bleiben.
Ich war hilflos. An Schlaf war nicht zu denken. Ich versuchte alles Mögliche, um die Spannung abzubauen. Inklusive mich am Boden zu legen und mich komplett die Erde anzuvertrauen. Ich ging in die Sauna (La Forja de Fuego, Temperatur: 90 °C, die heißeste des Hauses). In den Aufguss “La Confianza” und es war ein irre schöner Moment. Ich fuhr mit dem E-bike wieder nach Hause und fühlte mich einfach nur reich. Ich tanze zum ersten Mal in meinem Leben Ecstatic Dance — oder sowas ähnliches — und auch das tut gut. Ich schrieb Seiten voll. Und ging in aller Ruhe spazieren. Ich kuschelte mit Hazel und versuchte ihre Hunde-Ruhe auf mich zu übertragen. Aber was ich auch tat, die Spannung ließ einfach nicht ab. Ich lernte mich in gewisser Hinsicht nochmal neu kennen. Dieses hilflos dem eigenen Körper ausgesetzt zu sein, hatte ich in dieser Intensität noch nicht erleben dürfen. Ich war dann auch sehr dankbar, als ich den Weg da wieder rausfand. Es war kein Ort zum Verweilen. Wie man es auch dreht oder wendet: Ich bin mal wieder eine Erfahrung reicher.
Wir glauben, Erfahrungen zu machen, aber die Erfahrungen machen uns. — Eugène Ionesco
HubSpot— Meine Arbeit hatte dieses Jahr ein ganz klarer Überschrift: das CRM-Tool HubSpot. Das ganze Jahr habe ich zusammen mit einer lieben Kollegin und vielen weiteren fleißige Hände und schlauen Köpfen unablässig daran gearbeitet, eine zentrale Kundensicht aufzubauen. Jeden Tag begegneten uns neue Herausforderungen und Wünsche, und zugleich kamen wir aber auch täglich ein Stückchen weiter. Und diese Kombi ist einfach unschlagbar und motiviert sehr, am Ball zu bleiben. Das taten wir! Ich bin froh und stolz auf das, was wir dort erschaffen haben, und freue mich, in 2026 die Früchte davon zu sehen. Auf der Suche nach einem passenden Zitat stieß ich auf diesen Spruch von Marie von Ebner-Eschenbach: “Der von Schaffensfreude spricht, hat höchstens Mücken geboren.” Es ließ mich herzlichst lachen. Ich glaube aber, das stimmt so nicht. Auch aus und mit Freude wurde vieles erschaffen.
Ganz gleich was wir tun, tun wir es mit Begeisterung! — Bertolt Brecht
iamcoaching.me— Vielleicht zu früh, überhaupt drüber zu reden, denn noch ist nichts entstanden. Dennoch, der Wunsch ist ganz klar neu entfacht. Diese Domain, die schon vor zehn Jahren mir gehörte, habe ich damals gehen lassen und letztes Jahr erneut gekauft. Es will dort etwas entstehen. Etwas zum Thema Sein und Werden. Ich lernte kürzlich über die beiden Begriffe “Seeker” und “Presence”. Arthur C Brooks nutzt diese Messgrößen, um klar zu machen, dass Seeker oft sehr intensiv nach Sinn suchen, während Presence für die erlebte Anwesenheit von Sinn steht. Die beiden Begriffe sind jedoch keine Gegensätze, sondern es ergeben sich vier Felder:
High Search / Low Presence: Suchmodus — viel Fragen, wenig Ankommen („nie genug“).
High Search / High Presence: Explorer mit Landepunkten — neugierig, die Fragen liebend, ohne Antworten zu jagen.
Low Search / High Presence: Verankert — wenig Grübeln, viel Sinn durch Bindung/Tradition/Stabilität. Kann sehr gesund sein — kann aber auch erstarren, wenn’s nur Abwehr von Neuem ist.
Low Search / Low Presence: Abgekoppelt — weder Suche noch Sinngefühl (oft: leer, müde, entfremdet).
Ich ordne mich ganz klar in der zweite Gruppe ein, und ich glaube, es lohnt sich, diesen Gedanke weiter zu explorieren.
Höhepunkt des Glücks ist es, wenn der Mensch bereit ist, das zu sein, was er ist. — Erasmus von Rotterdam

Justus — Letztes Jahr wurde unsere Familie mit dem kleinen Oos bereichert. Dieses Jahr kam gleich noch ein weiterer Fratz dazu. Der kleine süße Baby Justus. Meine Schwägerin ist nun Oma, obwohl sie immer noch aussieht wie Anfang vierzig. Und unser aller Herz geht auf, wenn man in diese kleine Gesichte schaut. Und das gilt nicht nur für uns, wir dürften erneut sehen, wie sehr auch Hazel Kinder liebt.
Das Wunder des Lebens zu begreifen, heißt es in Händen zu halten.

KI-Strategie-Berater-Zertifizierung— 2025 stand im Zeichen von KI. In Januar der KI-Summit, wo die erste Zertifizierung, der Höhepunkt war von einer Reise, die schon in 2024 volle Fahrt aufgenommen hatte. Ein 350-seitiges Kompendium, viele Stunden und ein Living-Case für das Eventteam von Mainz05. Wir präsentierten unsere Ergebnisse mit viel Spaß und Elan und freuten uns über die begeisterte Rückmeldungen. Im Herbst ging es dann weiter mit der TÜV Zertifizierung. Diese Bestand aus einem Papier, einem Multiple Choice Test und einer mündlichen Prüfung. Seit Ende September bin ich nun offiziell KI-Strategieberaterin mit TÜV Rheinland geprüfte Qualifikation. Und ich scherzte, dass es sich fast schon wie eine Einbürgerung anfühlte. Und auch wenn ich keine Beraterin im klassischen Sinne bin, so kann ich doch KI nicht mehr aus meinem Leben denken.
Man muss viel gelernt haben, um über das, was man nicht weiß, fragen zu können. — Jean-Jacques Rousseau

Lüttich — Kunst, Kultur und leckeres Essen. Diese Ingredienzen dürfen nie fehlen, wenn wir einen Familienausflug machen. Und so blicke ich zurück auf schöne Familientage in Lüttich. Eine Ausstellung in einem alten Schwimmbad. Second-Hand Shopping. Fantastischer Lunch in einem Lokal, wo man besser nicht vom Boden essen sollte. Ich freue mich sehr, dass ich meine Familie derart lieb habe und jeder für sich eine Inspiration für mich ist. Das ist nicht selbstverständlich.
Familien sind wie Äste an einem Baum, wir wachsen in verschiedene Richtungen, doch unsere Wurzeln bleiben eins.

Miracle Roadmap — Irgendwann Mitte des Jahres sah ich den Film über Tony Robbins “Not your Guru”, und obwohl ich ihn zwischen Tür und Angel schaute, berührte mich dieser Film tief. Transformationsprozess sind etwas kras Besonderes. Da entschied ich mich, etwas zu tun, was ich mir schon einige Mal überlegt hatte, aber noch nie “gegönnt” hatte: eines der Programme von David & Arjan, zwei Holländer, die sich vor Jahren vorgenommen hatten, die Niederlande zum glücklichsten Land der Welt zu machen, und jüngst ihre Mission geändert haben in Weltfrieden.
Den Miracle Roadmap ist ein Weg zum inneren Frieden, ein innerer Frieden, der dazu führt, dass man liebender in die Welt steht. Dass der Blick liebevoller wird, sowohl auf sich selbst als auf alles um einen herum. Und wenn alle Menschen Frieden im Inneren spüren, dann wird die Welt zu einem anderen Ort. Ein sehr großes Vorhaben, könnte man sagen. Und da kann ich nur zustimmen. Aber irgendwo muss es ja anfangen. Früher habe ich gedacht es fängt an beim “Man in the mirror”, aber no man is an island. Und so wurde ich Teil von etwa 1.000 Menschen und 16 im ganz besonderen, mit denen ich eine hundertägige Reise antrat. Jeden Tag ein Video-Impuls. Vier Live Tage. Vier Online Seminare und viele weitere mit meinem “Circle 36”.
Was hat es dir gebracht? fragte eine Freundin, und ganz ehrlich, ich bin immer noch am Verarbeiten. Es ist ein weiterer Baustein meiner Lebensphilosophie. Ein Way of Life. In dem man gemeinsam wächst, sich traut, dorthin zu schauen, wo andere gerne wegschauen. Wo man vergibt, wo man tröstet, wo man tanzt, wo man lacht, wo man liebt. Eine wunderbare Wunder-Reise.
Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle. — Albert Einstein

Narkose— Hazel hat in 2025 leider einen ihrer Backenzähne in zwei gebissen. Sie kaut unglaublich gerne und hat immer mal wieder einen Stück Geweih bekommen. Dieses Stück Hirschgeweih war allerdings länger und flacher als die vorherigen Stücke. Ich vermute es hatte zuviel Hebelwirkung. Dumm gelaufen. Andere Hunde kauen vielleicht eher darauf, aber Hazel isst dieses Teile und dabei war sie wohl zu enthusiastisch. Sie hat im Prinzip genau deswegen, weil sie so gerne kaut, super Zähne. Aber gut, da war nichts mehr zu machen, der Backenzahn musste raus. Ich wusste allerdings nicht, dass beim Hund ein solcher Backenzahn gleich drei Wurzel hat. Entsprechend langwierig war dieser OP. Anderhalb Stunden Narkose und eine Reihe Röntgenbilder später lag unser Hundi auf einem großen Wärmekissen und wedelte fleißig, als sie mich sah. Sie wollte sofort wieder aufstehen, aber ihre Pfötchen machten das erst mal nicht mit. Ich war sowohl beim Narkotisieren dabei als beim Aufwachen und das war schon eine besondere Erfahrung. Ich bin froh über den sehr kompetenten und freundlichen Arzt und dass wir das auch wieder hinter uns haben.
Ein Hund weiß nicht, wie man Liebe schreibt, aber er weiß, wie man sie täglich zeigt.

Ostsee — 2025 entschieden wir uns für einen Sommerurlaub in Deutschland. Wir fuhren in gen Nordost. Zuerst an den Werbellinsee und dann weiter hoch an die Ostsee. Die Landschaft war wunderschön. Nur leider gab es zwei Wochen lang Regen. Und nicht nur ein kleines bisschen, sondern Regen, Regen, Regen. Die Badewiese war derart nass, dass die Enten dort schwammen! Was Hazel wiederum große Freude bereitete.
Der Vorteil dieses Wetters war, dass es sehr einfach war, mal absolut nichts zu tun, ohne jeglichen Drang etwas unternehmen zu “müssen”. An der Ostsee besserte das Wetter sogar ein wenig, nur war durch die regnerischen Tage die Mückenpopulation derart explodiert, dass selbst mit Mückenspray das Draußensein keinen wirklichen Spaß machte. Ich wollte in der goldene Stunde die Blumen fotografieren und bin wieder hereingeflüchtet, mit einer derart zerstochenen Lippe, dass ich aussah, als hätte mich jemanden eine reingehauen. Und doch, wenn ich die Bilder anschaue, dann ist klar, es gab immer wieder sehr schöne Momente, und wir haben es uns einfach schön gemacht. Auf dem Rückweg sind wir bei lieben Freunden vorbeigefahren, und als für einen Moment kurz vor dem Abendessen die Sonne sogar herauskam, haben wir die Gelegenheit gleich beim Schopf gepackt und sind mit dem Boot herausgefahren. Traumhaft.
Es sind immer die kleinen Momente, die die Summe des Lebens ausmachen.

PhiloTactics™ — Voll Feuer und Flamme habe ich losgelegt. Jahrelang stand es auf meiner Liste, einen Newsletter anzubieten. 2025 tat ich es dann endlich. Eine neue Webseite www.futuraphilos.com entstand und dazu der PhiloTactics™ Newsletter. Vier mal die Woche ging der gleiche Impuls heraus, jeweils anders formuliert, je nach DISG Typ. 22 Wochen lang. Und dann war ich raus (sehe A und G) und kam auch nicht wieder rein. Eigentlich wollte ich erst nach 42 Wochen entscheiden, ob es weiter gehen würde oder nicht. Jetzt ließ ich die Entscheidung eher über mich ergehen.
Und doch, es war okay so. Vielleicht war der Newsletter zu taktisch. Gut strukturiert, womöglich zu gut. Es gibt so endlos viel Content. Wobei, ich las gerade einige Beiträge auf www.futuraphilos.com und sie berührten mich. Es war ganz sicher nicht umsonst. Alles was wir machen, macht etwas mit uns. Und dies war für mich ein wichtiger Schritt. Vor allem der Teil der Webseite Mensch & KI im Dialog liegt mir am Herzen. Mal sehen, was daraus in Zukunft vielleicht doch noch entstehen wird.
Auch Umwege erweitern unseren Horizont. — Ernst Ferstl

Querstraße— Wir wohnen in einer kleinen Querstraße, die zugleich einer Sackgasse ist, von einer wiederum größeren Sackgasse. Unsere Garage ist ein Stück von Haus entfernt. Und diese Garage hat seitlich eine Wand, die etwa 5 x 2,5 Meter groß ist. Bis zu meinem Geburstag war dieser Wand weiß (oder so in etwa). Jetzt aber wurde daraus ein Kunstwerk. Meine Kinder übernahmen die Vorarbeit. Und dann kamen meine Geschwister, mein Schwager und meine Mama zur Besuch und haben einen Tag lang alles gegeben und ein Werk meines Papas auf der Garagenwand verewigt. Ein großartiges Geburtstagsgeschenk! Es ist mir richtig ans Herz gewachsen.
Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen seiner Mitmenschen. — Albert Schweitzer

Reime— Meine Schwester hatte eine fantastische Idee und schlug vor, unser ehemaliges Haus zu mieten und ein großes Sinterklaas-Fest zu organisieren. Wie in alten Zeiten, als wir selbst noch klein waren. Der Tradition nach sind die Geschenke weniger wichtig als die Verpackung und das begleitende Gedicht. Es wurde aus allen Registern gezogen, und bald lag neben dem Kamin ein Riesenhaufen Geschenke aufgestapelt. Einige Gedichte rührten gar zu Tränchen. Und Oos wurde so reich beschenkt, dass mein Bruder nicht mehr wusste, wie alles noch im Auto passen sollte. Ein rundum gelungenes Fest.
Tradition muss man leben und gestalten. — Thorsten Troschka

Serfaus— Etwas anderes, was mittlerweile Tradition geworden ist, sind die gemeinsamen Skiferien in Serfaus. Tagsüber auf die Piste, abends Gesellschaftsspiele. Und noch vor der Piste ein Spaziergang mit Hazel. Ich bin zwar ein Kind des Meeres, aber die Berge habe ich sehr lieb gewonnen. Wie kann man nicht verzaubert sein von einer so zauberhaften Aussicht?
Nur wo du zu Fuß warst, bist du wirklich gewesen. — Goethe

“Total Look” Luxemburg— Das Wochenende Luxemburg war eigentlich ein Geschenk für meinem Mann zum fünfzigsten Geburtstag, aber am Ende war es fast mehr ein Geschenk an mich selbst 😉 Wir haben es beide sehr genossen, auch wenn unsere Airbnb leider einen Heizungsausfall hatte und wir an einem Abend mit unseren Jacken an einen Film geschaut haben. Luxemburg City is eine tolle Stadt. Auf dem Weg zum Dinner in the Dark sind wir durch die schöne Altstadt, durch den Wald und dann an einer hypermodernen City-Line vorbeigelaufen. Jeder Abschnitt war so entschieden anders, dass es eine kleine Abenteuerspaziergang war.
Und dann kam mein Highlight; ich fand einen Second-Hand Geschäft, der im Nu mein Herz besaß. Ich bin mit einer Riesentasche wunderschöner Sachen herausspaziert, und am Tag darauf gleich nochmal hingegangen. Und wie sagt man so schön, Frau Happy, Mann Happy 😉 In dem Fall muss man Mann über den Wolken gewesen sein. Er hat auf jeden Fall gegrinst. Und ich denke seitdem ganz oft, wenn ich meinen Kleiderschrank öffne, zurück an das schöne Wochenende zu zweit.
Ein jeder hat seine eigne Art, glücklich zu sein, und niemand darf verlangen, dass man es in der seinigen sein soll. – Heinrich von Kleist

Umzug —Oder eigentlich noch passender: Auszug. Unsere Tochter ist im Herbst ausgezogen. Die Kids werden gross, studieren, und fahren jetzt eher uns Taxi als umgekehrt. Ich geniesse es. Und freue mich dennoch, dass unsere Abenteuerin sich für Köln entschieden hat. Quasi um die Ecke. Jedes Mal, wenn sie nach Hause kommt und ihre Jacke in die Küche schmeißt, hänge ich sie jetzt liebevoll im Flur und freue mich, dass sie da ist. Und bei ihr um die Ecke im Georgsviertel ist ein supersüßes Café und viele tolle Restaurants, also gehe ich auch gerne zu Besuch.
Jede Lebensphase legt den Grundstein für die nächste.

Vergebung — Am ersten Live-Tag der Miracle Roadmap lernte ich die Vergebungsübung kennen, und auch, wie wichtig diese Übung für vielen Menschen ist. Ich bin in der unglaublich privilegierten Lage, dass ich weder das Gefühl habe, mir selbst etwas vergeben zu müssen, noch jemand anderem. Und doch hat mich diese Übung sehr berührt. Vergeben ist so ein kraftvoller Akt.
“Die Hoffnung auf eine bessere Vergangenheit aufgeben”, eine derartige Befreiung, wenn es nötig ist und gelingt. Denn was war, das war. Man kann es nicht ungeschehen machen. Aber den Effekt— der oft bis in die weite Zukunft trägt — daran kann man durchaus etwas machen. Das mitzuerleben war eine bereichernde Erfahrung. Und auch wenn es das Wort, beziehungsweise die Äußerung, Hèhè auf Deutsch nicht gibt, so habe ich es dennoch in ein kurzes Video mit eingebaut, worin ich die Übung versucht habe einzufangen.
Alles verstehen heißt alles verzeihen. – Madame de Staël

Würzburg — Ein ganze Horde Frauen aus aller Welt. Eine Zugreise nach Würzburg. Eine wunderschöne Stadt. Prunkvolle Kirchen. Brückenschoppen. Gelächter. Mensch ärger dich nicht mit ganz neuen (indischen) Regeln. Ein absolut großartiges Wochenende. To be repeated! Ladies, es war die reine Freude!
Frauen von heute warten nicht auf das Wunderbare – sie inszenieren ihre Wunder selbst. – Katharine Hepburn

X — Der Buchstabe, unter dem ich alles unterbringen darf, was sonst noch keinen Platz gefunden hat.
Meine vielen Reden in der Open Stage jeden Montagmorgen in aller Frühe: Insbesondere meine Rede: “Wer bin ich, und wenn ja wieviele?” Mit der klaren Antwort: Ich bin Plankton und auch die spontane Rede über meinen Papa und das Abschiednehmen. Das Wochenende in Holland mit meiner lieben Schwägerin, wo wir herrlich essen und shoppen waren und beglückt wurden mit sowohl einen herrlichen Sonnenuntergang als auch mit einer Menge Regen. Weihnachtsfeste mit der Familie. Das Photoshoot in Köln, wo ich mal wieder 1.000+ Fotos schießen durfte. Endlos viel Collage-Spaß. Suno Dankeschön-Lieder „komponieren“ mit meiner großartigen Kollegin Emily. Wahnsinns-Frauen, dich mich immer aufs Neue inspirieren: Kirsten, Carmen, Anna, Katja, Tanja, Franzi, Christina, … ❤
Wenn man glücklich ist, soll man nicht noch glücklicher sein wollen.- Theodor Fontane

YouTube Channel — Ich erwähnte es schon beim Buchstabe G; mein YouTube-Experiment. Nicht lange nachdenken. Einfach drauflos reden. Das hat ein klein bisschen Überwindung gebraucht und fühlte sich trotzdem leicht an. Jetzt muss ich überlegen, ob mein Podcast-Experiment oder eher mein YouTube-Experiment eine Wiederholung in irgendeiner Form verdient. Mal sehen!
Das ganze Leben ist ein Experiment. Je mehr Experimente du anstellst, desto besser. – Ralph Waldo Emerson

Zanders Haus — & Frida Kahlo & Museum Ludwig. Last but not least. Vier Ausstellungen, die ich sehr genossen habe. Mit der lieben Anne im Museum Ludwig. Dann gleich zwei Mal im Zanders Haus in Bergisch Gladbach. Mit meiner Schwägerin in die beeindruckende Ausstellung All about Eve und mit meiner Mama in die Ausstellung Papiertiger mit Werke von Eckard Hahn. Kurz vor Weihnachten bin ich dann mit Anne nochmal im Leben von Frida Kahlo eingetaucht. Eine großartige Ikone, die uns anschaulich zeigte, wie Leiden und Lebenslust dich unendlich stark machen können.
Kreativität braucht Mut. – Henri Matisse
Wenn ich das alles so lese, weiß ich: Ich bin reich.
An Menschen. An Geschichten. An kleinen und großen Momenten.
Danke, 2025, für alles, was war. Willkommen wundervolles 2026!
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